Training mit Joe: Rechte Schulter runter, linke Schulter vorne
Heute hatte ich die Möglichkeit, mit Joe Slowinski zu trainieren, organisiert von Mike in Mönchengladbach. Wir hatten eine Session mit 2 Personen, jeder hatte eine eigene Bahn und Joe hat uns richtig ran genommen. Witzigerweise hatte ich meinen Trainingsslot mit Patrick den ich letztes Jahr beim Cup der Göttinger 7 kenngelernt habe. So klein ist die Welt. 🙂
Es geht um die natürliche Erzeugung von Energie.
Fußausrichtung:
Der linke Fuß zeigt zur Linie, die ich spielen möchte.
Der rechte Fuß leicht schräg nach hinten → Hüfte wird frei.
Oberkörper:
Rotation auf etwa 2 Uhr.
Rechte Schulter und rechte Hüfte bilden eine Linie.
Kopf leicht nach rechts gedreht.
Blick:
Linie ziehen wo ich hin möchte und dann zum Fokuspunkt.
Ballposition im Setup:
An der linken Hüfte.
Linker Arm liegt von oben über dem Ball – wie beim Schaukeln eines Babys.
Wichtig:
Der Schwung läuft später am kleinen Zeh des linken Fußes vorbei.
Linke Schulter bleibt vorne.
Klingt simpel, fühlt sich für mich aber noch komplett fremd an.
Der Bewegungsablauf: Step – Ball – Arm – Ear
Abgabe
Ohr (also die rechte Schulter) runter und der Oberkörper geht auf 1 Uhr. (2 Uhr wird 1 Uhr)
Der Ball schwingt unter dem Körper, unter dem Herzen durch.
Spareanpassung links: 7er: 32 um mehr Fehlerraum zuzulassen.
Drills
No Step → One Step → Regelanwurf (anders als zuvor)
Schwung: Zweimal bewusst durchschwingen, dann erst los.
Linker Arm zur rechten Seite beim Anlauf um sich an die linke Schulter vorn zu gewöhnen.
Ball beim Setup nach unten hängen lassen und von dort aus in die Setup Position. Rechte Schulter unten.
Fazit
Heute war kein Training voller Strikes, es war ein Training voller Wahrheit. Wenig „perfekte“ Würfe, viel Umdenken. Noch viel Arbeit vor mir. Ich baue ein neues Fundament. Und ein Fundament zahlt sich nicht sofort aus, sondern langfristig in Stabilität und Wiederholbarkeit.
Wenn ich besser werden will, muss ich bereit sein, mein Spiel neu zu denken. Manchmal bedeutet das, kurzfristig weniger gut auszusehen, um langfristig besser zu werden. Genau so öffne ich meine eigene Glasdecke.
Die weite Fahrt? Jeder Kilometer hat sich gelohnt. Ich würde es jederzeit wieder tun. Jetzt heißt es: dranbleiben. Rechte Schulter runter. Linke Schulter vorne. Und Schritt für Schritt mein Spiel neu aufbauen.









