Learning from the Pros – mit Verity Crawley & Matt McNiel auf der Bahn
Gestartet haben wir mit einer Theorie-Session mit Matt. Dabei ging es vor allem um die Grundlagen des Ballverhaltens auf der Bahn. Themen wie Front to Back, Response Time und auch der Aufbau eines sinnvollen Ball Arsenals wurden besprochen.
Besonders spannend fand ich auch den Blick auf die sogenannten Tracers – diese braunen Leisten, die man häufiger im Backend bei den Pins sieht (ich glaube vor allem auf Brunswick-Bahnen). Die erste Reihe liegt etwa bei 37 Fuß, eine zweite etwa bei 42 Fuß.
Ein weiterer Punkt waren die unterschiedlichen Release-Varianten. Matt selbst hat fünf Varianten zwischen 0° und 90°, die jeweils unterschiedliche Ballbewegungen erzeugen können.
Nach der Theorie ging es dann auf die Bahn zur Praxis mit Verity:
Wir haben zunächst mit einfachen Drills begonnen:
- No-Step bzw. Foulline Drill, um sich komplett auf ein freies Release zu konzentrieren
- One-Step Drill (rechter Fuß mit Gewicht vorne)
Danach ging es vor allem um Setup und Timing:
Der linke Arm trägt im Setup den größten Teil des Ballgewichts, während Schulter und Schwungarm sauber aligned bleiben. Beim Start geht der rechte Fuß leicht überkreuz, damit die Hüfte Platz macht und der Schwung frei arbeiten kann. Der rechte Arm geht mit dem ersten Schritt nach vorne (4-Step), der linke Arm öffnet sich und der Ball fällt quasi von allein in die Bewegung. Der linke Arm bleibt zunächst vorne und geht erst im Release zur Seite. Viele dieser Dinge sind keine riesigen Veränderungen, aber genau diese kleinen Details können am Ende einen großen Unterschied machen.
Zum Abschluss des Tages gab es noch ein kleines Turnier:
Ich konnte tatsächlich 4 Elimination-Runden überstehen und ins Finale einziehen, dort wurde dann Double Scotch gespielt. Ich durfte mir meinen Partner aussuchen – zur Auswahl standen Matt und Verity. Natürlich habe ich mich für Verity entschieden.
Am Ende mussten wir uns allerdings Matt und Roland mit 187 zu 213 geschlagen geben. Trotzdem bin ich mega happy, denn heute konnte ich ALLE meine Spares machen. Es war auf jeden Fall ein richtig schöner Abschluss des Tages.
Ein kleines Highlight gab es dann noch am Rand der Bahn.
Jemand kam auf mich zu und meinte, dass ihm mein Spielstil sehr gut gefällt. Das ging natürlich runter wie Öl.
Es gibt immer etwas zu lernen, immer etwas zu verbessern. Ich liebe solche Implustage! 🙂










