Bewegungsanalyse – Skeleton-Overlay
Ich habe mir mal das Skeleton-Overlay angeschaut, denn damit lassen sich Ablauf, Timing und Körperorganisation sehr gut analysieren. Aussagen zu Ballbahn und Release sind damit hingegen nur eingeschränkt möglich.
Die Analyse zeigt bei meinem Wurf vor allem eines sehr deutlich: Der grundlegende Bewegungsablauf ist ruhig und logisch aufgebaut, mit einer insgesamt guten Körperorganisation.
Im Setup wirkt der Oberkörper stabil, ohne unnötige Voraktivität. Kopf und Schultern bleiben vergleichsweise ruhig – eine wichtige Voraussetzung dafür, den Schwung später nicht aktiv „machen“ zu müssen.
Im Start und beim ersten Schritt wird sichtbar, dass der Körper die Bewegung einleitet und der Arm grundsätzlich mitgenommen wird. Genau hier liegt aber auch der größte Hebel: In einzelnen Sequenzen kommen die Spannung über Schulter und Arm ins Spiel, wodurch der Schwung nicht immer komplett frei fallen kann.
In der Schwungphase zeigt das Overlay gut, wo der Arm sauber pendelt und wo Unterbrechungen im Rhythmus entstehen. Diese Abweichungen erklären, warum sich der Wurf nicht immer gleich locker anfühlt.
Bei der Abgabe ist die Körperstabilität insgesamt gut. Das Standbein trägt, der Oberkörper bleibt kontrolliert, was darauf hindeutet, dass der Bewegungsfluss grundsätzlich stimmt.
Fazit
Das Skeleton-Overlay bestätigt, dass die Basis passt. Die entscheidenden Ansatzpunkte liegen nicht im Release, sondern im Starttiming und im bewussten Loslassen von Spannung im Arm. Als Ergänzung zur klassischen Videoanalyse ist das Tool spannend, um genau diese frühen Abläufe sichtbar zu machen und gezielt weiterzuentwickeln.

