Vom Kopfchaos zum Flow – wie ich mir die Serie zurückgeholt habe
Manche Starts fühlen sich leicht an. Andere erinnern einen daran, warum Bowling so viel mehr ist als nur Technik.
Der SG Stern Start in Reutlingen war definitiv Kategorie zwei. 731/4
Schwieriger Start
Ich bin mit dem Raptor Reign ins erste Spiel gestartet. Plan war klar: über den 2. Pfeil spielen, Anpassungen nur über die Standposition. Das Ergebnis: 151, zwei Räumfehler, zwei Splits – und vor allem ein Kopf, der schneller dicht war als mir lieb ist. Schon gegen Ende von Spiel 1 war der Gedanke da: Eigentlich müsste ich wechseln.
Spiel 2 dann der Versuch mit dem Sky Raptor. Mehr Kontrolle, mehr Vertrauen – zumindest in der Theorie. In der Praxis blieb das Räumspiel wackelig. 155 mit drei Räumfehlern. Kein Rhythmus, kein gutes Gefühl. Und dieses innere „Ich komme hier gerade nicht rein“.
Der Wendepunkt
Nach zwei Spielen war klar: So geht das nicht. Nicht aus Frust, sondern aus Anspruch. Mein Ziel war klar: über 700 in der 4er-Serie – und dafür musste ich etwas ändern.
Reset mit dem Katana
Ab Spiel 3 dann der Wechsel auf den Katana. Erster Pfeil, simpel spielen. Und plötzlich war sie wieder da: Ruhe. Nur ein Räumfehler, 200 und Kontrolle statt Grübeln.
Im vierten Spiel kam dann Schritt für Schritt der Flow zurück. Nach dem der Ball immer weiter links in die Gasse lief ging es vom ersten Richtung zweiter Pfeil, saubere Würfe, gutes Gefühl. Leider im 10. Frame noch ein Räumfehler – deshalb „nur“ 225. Aber inhaltlich war das Spiel genau da, wo ich hinwill.
Fazit
Der Katana hat mir eine klarere Bewegung zur Pocket, mehr Fehlertoleranz und vor allem ein deutlich besser lesbares Ballverhalten am Breakpoint geliefert. Statt mich weiter „durchzukämpfen“, konnte ich den Fokus wieder auf das Wesentliche legen – Linie festlegen, sauber ausführen und alles räumen, was stehen bleibt.
Ja, die ersten zwei Spiele waren zäh. Ja, das Räumspiel war insgesamt nicht da, wo es sein soll.
Aber:
Ich habe es geschafft, mental umzuschalten, eine klare Entscheidung zu treffen und die Serie noch zu retten. Und genau das nehme ich heute mit. Und was sowieso immer passt: Mit der SG-Stern-Truppe macht Bowling einfach riesig Spaß. Gute Stimmung, Support, Lachen – das gehört genauso dazu wie Strikes und Spares. Und als Team haben wir das echt schon ganz gut gemacht 🙂
Lessons learned:
Früher auf das eigene Gefühl hören und dem Räumspiel noch mehr Aufmerksamkeit schenken.
Weiter geht’s.


