Start 2026: Videoanalyse mit Fokus auf Setup, Start und Abgabe
Erstes Training mit Videoanlayse 2026: Ich arbeite immer noch daran dem Wurf wieder mehr Ruhe zu geben. Dieses Training war deshalb kein leichtes. Viel Fühlen, viel Hinterfragen, wenig „es läuft“. Aber genau das ist mein Ziel: Setup, Start und Abgabe neu wahrnehmen – und Schritt für Schritt Spannung rausnehmen.
Als es ruhiger auf der Bahn wurde konnte ich mich auf meine Drills fokusieren:
- No-Step Drill
- One-Step Drill
- Schwingen im Stand und erst aus dem Schwung heraus loslaufen
Gerade diese Einfachheit hat mir wieder gezeigt, wie viel Gefühl eigentlich da ist, wenn ich aufhöre, etwas erzwingen zu wollen.
Videoanalyse mit Fokus auf Setup, Start und Abgabe
Über alle Videos hinweg sieht man das mein Schwung grundsätzlich gut ist – aber mein Setup unnötige Grundspannung erzeugt, die sich später im Timing und Release bemerkbar macht. Das betrifft Strike und Spare Wurf, beim Strike aber deutlich stärker.
Beobachtungen zum Setup (Stand) und Start:
- Gewicht leicht zu weit auf dem Vorfuß
- Kniebeugung minimal zu aktiv
- Hüfte leicht blockiert, nicht neutral
- Oberkörper minimal nach vorne gezogen
- Beide Schultern unter leichter Grundspannung, rechts minimal hochgezogen
- Rechter Unterarm leicht unter Spannung
- Ball wird eher gehalten als hängen gelassen
- Linke Hand trägt punktuell zu viel Gewicht
- Erster Schritt wird aktiv gesetzt
- Schwung startet nicht frei, sondern wird „begleitet“
- Gedanklich schon im Wurf, nicht im Start-Rhythmus
Wirkung:
- Grundspannung bereits im Setup
- Der erste Schritt wird aktiv statt fließend
- Schwung startet nicht frei, sondern „begleitet“
- Ich bin gedanklich schon im Wurf, nicht im Start-Rhythmus
- Schwung kann nicht einfach „fallen“
- Timing muss im Downswing korrigiert werden
- Unterarmspannung verstärkt sich
- Release wird punktuell unsauber (Timing-Finger)
Ziel:
- Neutraler, entspannter Stand
- Schultern fallen lassen (beide, rechts besonders)
- Gewicht mittig / leicht Ferse
- Ball hängt an der rechten Hand, nicht gehalten
- Linke Hand nur führend, jederzeit loslassbar
- Start als Reaktion, nicht als Aktion
- Ballbewegung gibt den Rhythmus vor
Welche Drills helfen mir dabei:
- Schultern entspannen → Shoulder Drop Drill
- Gewicht zentrieren → Heel-Balance Drill
- Ball hängen lassen → Right-Hand Hang Drill
- Schwung freigeben → Ball-Fall Drill
- Ball fällt → Schritt → Ball-Fall + Step Drill
Ich glaube ich muss mir mal so ne separate Drill Übersicht machen 🙈
Beobachtungen zum Release:
- Abgabe grundsätzlich stabil, besonders bei Spare-Würfen
- Beim Strike punktuell mehr Aktivität im Unterarm
- Daumen kommt teilweise bewusst heraus
- Finger arbeiten gelegentlich aktiv statt nur zu rollen
- Handgelenk reagiert minimal, kein Kollaps
- Abgabepunkt variiert leicht, abhängig vom Spannungslevel
Wirkung:
- Achse nicht immer identisch
- Backend-Reaktion schwankt
- Carry variiert (Flat 10 / schwacher Treffer)
- Gute Würfe entstehen eher bei „lockerem Gefühl“ als bei Kontrolle
Ziel:
- Abgabe soll passieren, nicht gemacht werden
- Daumen fällt raus, Finger rollen durch
- Unterarm locker, Handgelenk passiv stabil
- Strike-Gefühl = Spare-Gefühl + anderes Ziel
Welche Drills helfen mir dabei:
- Release isolieren → No-Step Drill
- Timing & Abgabe koppeln → One-Step Drill (Release-Fokus)
- Unterarm entspannen → Free-Swing Drill
- Strike wie Spare → Spare-Feel-Drill
Die Analyse macht vor allem eines deutlich:
Viele Themen, die sich in der Abgabe zeigen, entstehen nicht dort, sondern viel früher.
Stand, Start und Release sind keine getrennten Bausteine.
Sie greifen ineinander. Spannung im Setup wirkt sich auf den Start aus – und ein aktiver Start überträgt sich bis in die Abgabe. Umgekehrt gilt genauso: Wird der Stand ruhiger und der Start klarer, relativieren sich viele Dinge im Release von selbst.
Genau deshalb liegt für mich der Fokus für die nächsten Trainings nicht auf der Abgabe. Nicht an der Hand, nicht am Handgelenk, nicht an der Rotation. Sondern dort, wo der Wurf beginnt.

